Für nicht wenige Eltern ist es immer noch eine emotional belastenden Situation, wenn es um das Thema Sorgerecht geht. In der Regel wünschen sich Eltern das Beste für ihr/e Kind/er, aber gleichzeitig wollen sie auch ihre Rechte wahren. Das Sorgerecht umfasst einige Bereiche, die für ein Kind zusammengefasst die rechtliche Verantwortung beschreiben. Mit eine Rolle spielt dabei:

Personensorge

Damit sind die persönlichen Angelegenheiten des Kindes, beispielsweise die Pflege, Erziehung, Aufsicht, die Entscheidung über den Aufenthaltsort als auch die Regelung des Umgangs, gemeint.

Vermögenssorge

Darunter werden die wirtschaftlichen sowie finanziellen Angelegenheiten des Kindes verstanden, wie zum Beispiel die Verwaltung von Geld und Vermögen.

Vertretungsmacht

Mit ihr wird die rechtliche Vertretung des Kindes geregelt, wie etwa vor Gericht oder gegenüber Banken und Behörden.

Häufig greifen diese Bereiche in den Alltag ineinander über. Es sollte nur dabei durch das Sorgerecht sichergestellt sein, dass immer alle Entscheidungen im Interesse eines Kindes getroffen werden.

Leider kann es, wenn Eltern sich scheiden lassen oder getrennt leben, sein, dass das Sorgerecht zu einem heftigen und anhaltenden Konflikt zwischen den Parteien wird. Die Herausforderungen bestehen beim Sorgerecht oft darin, dass es Kommunikationsprobleme in Form von verschiedenen Vorstellungen über die Erziehung gibt, welche zu Spannungen führen können. Auch kann es problematisch aufgrund von Entfernungen werden, wenn ein Elternteil weiter weg zieht und die Ausübung des gemeinsamen Sorgerechts schwierig wird. Viele Eltern sind dazu wegen rechtlicher Unklarheiten unsicher und streiten dann darüber, welche Rechte und Pflichten wer genau hat.

Grundsätzlich kann dann ein gut geregeltes Sorgerecht die Zusammenarbeit zwischen den Elternteilen verbessern und so sollte dann auch für ein Kind ein stabiles Umfeld geschaffen werden. Im Bestfall bietet es die Möglichkeit, Verantwortung zu teilen sowie klare Absprachen zu treffen.

Wenn möglich, sollten es die Eltern mit einer offenen und ehrlichen Kommunikation versuchen und sie sollten sich zusammensetzen sowie einen detaillierten und schriftlichen Plan für die Betreuung und Erziehung des Kindes erstellen. Beispielsweise kann ein Anwalt oder Mediator dabei helfen, eine faire als auch für beide Seiten umsetzbare Vereinbarung zu treffen. Das Kindeswohl sollte halt dabei an erster Stelle stehen und eine kooperative Haltung sowie das Bemühen um Kompromisse sind gute Voraussetzungen dafür, dass langfristig ein gutes Ergebnis für alle Beteiligten sichergestellt werden kann.

Was ist, wenn es zu Sorgerechtsstreitigkeiten kommt?

Leider sind kluge Regelungen und Entscheidungen nicht immer möglich und leider kommt es immer wieder zu sehr unschönen und nervenaufreibenden Sorgerechtsstreitigkeiten. Wer dann einem auch hilfreich zur Seite stehen kann, sind Detekteien, wie beispielsweise die Detektei Hamburg. Eine Detektei kann bei einem Sorgerechtsstreit eine unterstützende Rolle spielen. Wenn beispielsweise ein Elternteil vermutet, dass der andere dem Kind schadet oder ungeeignet ist, können Beweise wichtig sein. Genau hier kommt dann ein Detektiv ins Spiel. Er kann zum Beispiel beobachten, ob ein Elternteil das Kind vernachlässigt, häufig unbeaufsichtigt lässt oder problematische Lebensumstände hat (z. B. Alkohol- oder Drogenmissbrauch). Auch kann er Angaben überprüfen, wenn der Verdacht auf falsche Aussagen besteht. (z.B. über die Wohnverhältnisse, neuen Partner oder den Lebensstil). Ebenso kann ein Detektiv Beweise in Form von Fotos, Videos oder Berichten legal beschaffen, die vor Gericht verwertbar sind. In sehr seltenen Fällen kann es auch um ernsthafte Risiken wie Gewalt oder Vernachlässigung gehen. Dann können Detektive helfen, konkrete Vorfälle zu dokumentieren.

Rechtliche Grenzen kennen und einhalten

Grundsätzlich sollten die rechtlichen Grenzen gekannt und eingehalten werden! Auch wenn es manchmal schwierig ist umzusetzen, denn beim Thema Sorgerecht der gemeinsamen Kindern sind Streitigkeiten leider sehr häufig Thema bei Trennungen und Scheidungen. Wer also selbst etwas gegen seinen Expartner herausbekommen möchte oder dafür eine Detektei beauftragt, sollte unbedingt darauf achten, dass keine illegalen Methoden angewendet werden. Eine professionelle und erfahrene Detektei wird das aber selbst wissen und entsprechend auch handeln. So sind beispielsweise ein heimliches Abhören von Gesprächen oder Eindringen in Wohnungen nicht möglich. In Deutschland sind Datenschutz und Persönlichkeitsrechte streng geregelt und Verstöße können nicht nur Beweise unbrauchbar machen, sondern auch rechtliche Konsequenzen haben.

Wer hat eigentlich das Sorgerecht bei nicht verheirateten Paaren?

Sind Eltern zu dem Zeitpunkt der Geburt nicht verheiratet, hat die Mutter zunächst das alleinige Sorgerecht. Heiraten nach der Geburt die Eltern eines Kindes, entsteht so automatisch das gemeinsame Sorgerecht. Das gemeinsame Sorgerecht ist bei unverheirateten Eltern aber auch ohne Heirat möglich. Dafür muss dann der leibliche Vater eine sogenannte Sorgeerklärung abgeben. Damit diese Erklärung wirksam ist, muss sie notariell beurkundet werden. Und ist der Vater noch minderjährig zu dem Zeitpunkt der Erklärung, erfordert dass dann noch die Zustimmung seiner Eltern. Eine Sorgeerklärung kann auch schon vor der Geburt eines Kindes abgegeben werden. Voraussetzung ist, dass sich beide Elternteile einig sind sowie auch die gemeinsame Sorge beide zusammen übernehmen möchten.