Trust-Elemente als Vertrauensbasis auf Online-Marktplätzen
Laut einer Studie aus dem Jahr 2025 im Auftrag der Product Experience Company Akeneo starten viele potenzielle Kunden ihre Produktrecherche auf bekannten und reichweitenstarken Plattformen wie Amazon oder Zalando. Etwa die Hälfte der befragten Personen gab an, dass sie die Produktinformationen bei beiden Anbietern als nicht glaubwürdig oder unvollständig wahrnehmen. Die Folge ist der Kaufabbruch vor dem Check-out. Somit ist Vertrauen die wichtigste Basis für eine erfolgreiche Customer Experience vom ersten Touchpoint bis zum Kauf.
Kompetenz und Kundenorientierung
Wer seine Zielgruppe kennt und versteht, entwickelt Angebote, die Kunden auf Anhieb ansprechen. Deshalb sammeln und analysieren Unternehmen Daten über das Kundenverhalten. Auf dieser Grundlage entstehen personalisierte Angebote mit hoher Zielgruppenrelevanz. Verkäufer und Shop-Betreiber sollten sich stets als Experten im Produktsegment präsentieren. Das gelingt mit einer passgenauen Tonalität und detaillierten sowie transparenten Produktbeschreibungen. Ein professioneller Webauftritt vermittelt Kompetenz und erzeugt Vertrauen. Wer seine Kunden noch besser verstehen möchte, profitiert von Feedbackmöglichkeiten, die sich an zahlreichen Punkten der Customer Journey platzieren lassen. Der direkte Kundenkontakt ist für Unternehmen und Verkäufer eine besonders wertvolle Feedbackmöglichkeit.
Klare und strukturierte Inhalte
Produktbeschreibungen vermitteln kaufrelevante Informationen transparent und übersichtlich. Eine gute Balance aus SEO und Kundenorientierung ist optimal. Professionelle Produktfotos wecken das Kaufinteresse, während Blog-Beiträge Tipps geben und Content mit Mehrwert präsentieren. Gut strukturierter Content präsentiert Informationen wie Produktdetails, Preise, Lieferzeiten und Verfügbarkeiten, die auf den ersten Blick erkennbar sind. Ein Impressum mit allen vorgeschriebenen Angaben ist für jeden seriösen Shop Pflicht. Personalisierte Kommunikation schafft Nähe und Vertrauen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um einen Newsletter oder einen Social-Media-Post handelt.
Kundenbewertungen als Entscheidungshilfe
Kaufbewertungen bieten einen Einblick in andere Kundenerfahrungen. Bewertungen, die mit einem verifizierten Kauf verknüpft sind, zeigen, dass es sich nicht um gefälschte oder eingekaufte Rezensionen handelt. Dies gilt nicht nur bei Marktplätzen für physikalische Waren, sondern ebenso für sehr persönliche Dienstleistungen wie etwa bei Escort Frankfurt, wo die Bewertung einer Escort Erfahrung nur möglich ist, wenn Dame wie Kunde verifiziert sind und tatsächlich ein reales Date stattgefunden hat. Generell können gerade Nischen mit sehr niedrigen Vertrauenswerte wie die Erotik- und Datingbranche sehr von einem Bewertungssystem profitieren.
Die Reputation sollte über den Marktplatz hinaus im Blick behalten werden. Google, Trusted Shops, Trustpilot und Bewertungen in Social Media beeinflussen die Kaufentscheidung besonders stark. Ist etwas schiefgelaufen, so besteht die Möglichkeit, über die Kommentarfunktion Kontakt aufzunehmen. Das Feedback hilft bei der Unternehmensentwicklung und kann möglicherweise mit guter Kommunikation oder einem kulanten Angebot revidiert werden.
Kommunikation als Schlüsselelement
Eine stark werbende Kommunikation wirkt je nach Kontext gewagt oder reißerisch, während der Verzicht auf eine werbelastige Kommunikation von vielen Menschen als vertrauensfördernd wahrgenommen wird. Bei der Kommunikation steht stets der Kunde im Mittelpunkt. Die Tonalität sollte zur Marke, zum Image und zum Produktportfolio passen. Ein gut erreichbarer Kundenservice schafft Sicherheit. Eine sichtbare Platzierung der Kontaktdaten und Servicezeiten auf der Website ist besonders wichtig. Mangelt es im Kundenservice an Zuverlässigkeit oder Erreichbarkeit, entsteht ein unseriöser Eindruck. Auch im Bestellprozess ist eine klare Kommunikation relevant. Das System sollte Bestellbestätigungen automatisch per E-Mail versenden und über den Lieferstatus informieren.
Sicherheit, Zahlungsmöglichkeiten und Gütesiegel
Betreiber von Marktplätzen und Onlineshops erhalten im Kaufprozess sensible Kundeninformationen. DSGVO-Konformität und eine abrufbare Datenschutzerklärung schaffen Vertrauen und schützen Shop-Betreiber vor Abmahnungen. Kundenfreundliche Shops bieten mehrere Zahlungsmöglichkeiten an. Besonders beliebt sind externe Zahlungsdienstleister wie PayPal und Klarna. Diese sollten über eine sichere Schnittstelle nahtlos eingebunden werden. Auf Verkaufsplattformen wie Vinted oder Kleinanzeigen schaffen systemeigene Lösungen Sicherheit für Käufer und Verkäufer. Sogenannte Treuhänder behalten das Geld ein, bis der Kunde die Ware erhält. Erst dann wird der Betrag an den Verkäufer ausgezahlt. Der Austausch der Kontodaten zwischen Käufer und Verkäufer entfällt.
Gütesiegel und Zertifizierungen setzen im E-Commerce verbindliche Standards zur Qualitätssicherung. Kunden, die in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen gemacht haben, sollten auf diese Gütesiegel achten. Am bekanntesten ist das Trusted-Shops-Siegel. Kunden profitieren vom Käuferschutz und können Bewertungen verifizierter Käufer abrufen. Das Handelsinstitut EHI vergibt das Siegel EHI Geprüfter Online-Shop. Der Fokus liegt auf Vertrauenswürdigkeit und Verbraucherfreundlichkeit. Das TÜV SÜD s@fer-shopping Gütesiegel bezieht die Themen Datensicherheit, Systemsicherheit und Datenschutz ein. Alle Gütesiegel werden im Rahmen eines Audits bzw. Zertifizierungsprozesses vergeben.
Schutzprogramme von Zahlungsdienstleistern wie Paypal sichern Käufer und Verkäufer im Betrugsfall oder bei Verlust ab. Der Service kann auch genutzt werden, wenn die Beschaffenheit eines Produkts erheblich von der Beschreibung abweicht. Für die Lieferung gilt: Es ist am sichersten, mit Sendungsnummer zu verschicken – per Paket statt per Päckchen. Käufer und Verkäufer sind so stets auf der sicheren Seite.
Technische Aspekte, die Vertrauen schaffen
Lange Ladezeiten, eine unübersichtliche Struktur, schlechte Produktfotos und fehlende Informationen erzeugen Frust. Das Risiko eines Kaufabbruchs ist besonders hoch – sogar, wenn die Produkte überzeugen. Deshalb ist die Usability der Website wichtig. Wer SEO-Aspekte berücksichtigt, ist auf der sicheren Seite und profitiert von vorderen Plätzen im Suchmaschinenranking. Mit strukturierten Inhalten, einer selbsterklärenden Navigation und einem stimmigen und authentischen Design entsteht ein optimaler erster Eindruck. Der Check-out-Prozess vom Klick in den Warenkorb bis zur Bestellbestätigung ist der letzte und wichtigste Schritt in der Customer Journey. Ist der Check-out unübersichtlich oder intransparent, kann es an dieser Stelle noch zum Kaufabbruch kommen. Händler, die über mehrere Plattformen verkaufen, sollten auf ein konsistentes Markenerlebnis achten. Das Logo und das unternehmenstypische Design erhöhen auf anderen Plattformen die Wiedererkennbarkeit.
Vertrauen ist auf Online-Marktplätzen die wichtigste Währung
Wer in ein stationäres Ladengeschäft geht, kann sich sofort ein Bild von der Seriosität und der Produktpalette machen. Dabei spielen viele kleine Details eine Rolle, die wir intuitiv wahrnehmen. Bei einem Online-Einkauf ist das nicht möglich. Sogenannte Trust-Elemente helfen uns bei der Entscheidung, ob es sich um ein vertrauenswürdiges Online-Angebot handelt. Neben Gütesiegeln, die klare Standards setzen, sind auch im digitalen Raum kleine Details entscheidend. Das Design, die Tonalität, die Qualität des Kundenservices und die Usability des Shops oder der Plattform zählen zu den wichtigsten Kriterien. Wenn Online-Händler Trust-Elemente auf allen Ebenen einbauen, ist die Kaufwahrscheinlichkeit wesentlich höher. Der Erfolg vertrauensfördernder Maßnahmen zeigt sich deutlich in den KPIs des Onlineshops. Übrigens: Was für Verkaufsplattformen gilt, gilt auch für andere Bereiche wie Dating-Portale. Gütesiegel, gut strukturierte Inhalte, eine transparente Preisstruktur, eine gute technische Performance und hohe Datenschutzstandards zeigen, dass die Plattform das hält, was sie verspricht.
