Der Frühling verabschiedet sich langsam. Die Tulpen lassen die Köpfe hängen und verblassen. Plötzlich wirkt der Garten etwas müde und grün. Das ist schade. Doch die Show muss weitergehen. Man muss sich nicht mit einer sommerlichen Lücke abfinden. Hier kommt die zweite Garde ins Spiel. Sommerblühende Zwiebeln sind die Rettung für jedes Beet. Sie lieben die Wärme. Während andere Pflanzen sich zurückziehen, laufen diese Gewächse zur Hochform auf. Es ist die zweite Saison des Gartenjahres. Von Juni bis zum ersten harten Frost im Oktober bringen sie Farbe zurück. Planung ist hierbei alles.

Der richtige Startzeitpunkt ist entscheidend

Geduld ist bei sommerblühende Blumenzwiebeln eine echte Tugend. Anders als ihre frühen Verwandten hassen diese Zwiebeln kalte Füße. Frost ist der absolute Endgegner. Deshalb muss man warten können. Der Boden benötigt Wärme. Meistens ist Mitte Mai der perfekte Zeitpunkt dafür. Die Eisheiligen sollten vorüber sein. Erst dann ist die Gefahr gebannt. Man gräbt die Löcher und setzt die Knollen in die Erde. Es fühlt sich spät an im Jahr. Aber keine Sorge. Diese Pflanzen sind wahre Sprinter. Innerhalb weniger Wochen zeigen sich die ersten grünen Spitzen. Es ist faszinierend zu beobachten. Sie scheinen förmlich aus dem Boden zu explodieren. Man muss ihnen nur einen sonnigen Platz geben. Sie hungern nach Licht. Ohne direkte Sonne fällt die Vorstellung meistens aus.

Die Stars der sommerlichen Bühne

Wer spielt wann die Hauptrolle im Beet? Das hängt von der Auswahl ab. Lilien machen oft den eleganten Anfang im Frühsommer. Sie bringen Duft und Klasse in den Garten. Dann folgen die Gladiolen. Sie stehen stramm wie Soldaten und bringen Höhe in die Pflanzung. Aber die wahren Königinnen kommen etwas später. Dahlien sind schlichtweg nicht zu stoppen. Sie starten oft im Juli und machen einfach immer weiter. Sie blühen und blühen. Bis der Frost sie schließlich bremst. Es ist unglaublich, wie viel Kraft in diesen Knollen steckt. Begonien sind übrigens toll für schattige Ecken. Ja, auch im Schatten ist Farbe möglich. Man sollte diese Sorten mischen. Hohe Pflanzen nach hinten, kleine nach vorne. Das erzeugt Tiefe und Spannung. Das Beet wirkt wie ein Gemälde, das sich jede Woche verändert.

Wenig Aufwand für maximale Wirkung

Der Sommer bedeutet oft Hitze und Trockenheit. Durstige Pflanzen sind unglückliche Pflanzen. Gießen ist also Pflicht. Aber bitte nicht ertränken. Die Erde sollte einfach nur feucht bleiben. Ein kleiner Trick verlängert die Blütezeit enorm. Man sollte verblühte Köpfe sofort entfernen. Das signalisiert der Pflanze, dass sie neue Blüten produzieren muss. Besonders bei Dahlien wirkt das Wunder. Dann kommt der etwas traurige Teil im Herbst. Die meisten dieser Schönheiten sind nicht winterhart. Sie müssen das Feld räumen. Man gräbt sie vorsichtig aus. Danach überwintern sie im kühlen Keller. Trocken und dunkel muss es sein. Das klingt nach Arbeit. Aber es lohnt sich sehr. Im nächsten Frühjahr beginnt das Spiel von vorne. Und die Sammlung wächst von Jahr zu Jahr.

Von Redaktion